Kaum ist die Goldene Hochzeit vergangen, schon nähert man sich dem nächsten großen Jubiläum – der Platinhochzeit. Es ist aber noch ein Hochzeitstag davor zu feiern. Der 54. Jahrestag ist eins der ruhigen Hochzeitstage, über welchen man öfters sogar vergisst. Dieses unrunde Datum verdient aber trotzdem eine kleine Feier: So wird der stille und zähe Lauf der Alltäglichkeit unterbrochen und man bekommt eine tolle Möglichkeit, sich an die herrliche Jugendzeit zu erinnern und wieder einmal zu verinnerlichen, wie sehr man einander schätzt und liebt.

Symbolik

Da der 54. Hochzeitstag nicht von allen Paaren gefeiert wird und somit nicht populär ist, hat er auch keinen weltweit gültigen Namen. So wird dieser Jahrestag nach der amerikanischen Tradition als Glashochzeit bezeichnet – vermutlich, weil die Beziehungen nun wirklich glasklar sind. Oder vielleicht auch aus einem praktischen Grund, da man viele nützliche Geschenke aus Glas finden kann. In Frankreich nennt man diesen Tag die Zobel-Hochzeit. Zobel ist ein Nagetier, dessen Fell als besonders wertvoll gilt. So ist auch die Ehe nach 54 Jahren richtig kuschelweich, warm und zugleich kostbar.

In Deutschland heißt der 54. Hochzeitstag ganz majestätisch: die Zeushochzeit. Zeus ist der wohl bekannteste Gott aus der griechischen Mythologie. Er war der oberste Gott in der Götterwelt des Olympus. Zeus war der Gott des Himmels sowie des Blitzes und des Donners, die er besonders gerne im Zorn einsetzte. Es ist nicht genau bekannt, warum ausgerechnet Zeus zum Symbol des Hochzeitstages ernannt wurde. Es lässt sich vermuten, dass die Ehe der Jubilare nun genauso göttlich und bedeutungsvoll ist. Das Geheimnis kann auch in der eigenen Ehe vom Zeus lauern, denn er war mit der Götting Hera verheiratet, die als Patronin der Ehe galt. Ohne Zweifel befand sich auch die Ehe der Jubilare unter einem besonderen Schutz – vielleicht wurde der Schutz nicht buchstäblich von Göttern, aber sicherlich von der Liebe geschaffen.

Geschenke & Feierlichkeiten

Zum 54. Hochzeitstag muss man sich keinen großen Kopf um Geschenke machen, denn die Symbolik ist wirklich spezifisch. Als Präsente passen Bücher, Gutscheine, Leckereien, Geld und andere praktische Kleinigkeiten nach Geschmack. Wer dennoch etwas themengerechtes schenken möchte, kann die Jubilare mit einem großen Buch der griechischen Mythologie, einem schönen Bild, einem Museumsbesuch und vielleicht sogar mit einer Reise nach Athen erfreuen. Auch griechische Delikatessen und Wein sind bestimmt gute Geschenke. Wenn man wirklich kostbare Geschenke machen will und keine weite Reise in Frage kommt, kann man Schmuck mit griechischen Ornamenten verschenken oder auch nach der französischen Tradition kostbaren Pelzmantel oder eine Jacke mit Zobol-Fell präsentieren. Man kann sich auch zum Thema Glas etwas einfallen lassen, wie etwa persönliche Weingläser oder ein Ausflug in die Glaserei.

Zur Feier der Zeushochzeit gibt es keine Traditionen. Aber man kann sich vom griechischen Thema inspirieren lassen und eine Party im Hellas-Stil veranstalten – natürlich mit einer Zeus-Statue, einem leckeren griechischen Salat und schön viel Wein. Auch ein Abendessen im griechischen Restaurant wäre sehr recht. Mit solch einem ungewöhnlichen und spaßigen Zeitvertrieb erlebt man bestimmt den vollen Geschmack des Lebens und der Liebe wieder.

54 Hochzeitstag – die Zeushochzeit
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