Der achte Hochzeitstag ist die erste Feier in der reifen Ehe. Mann und Frau, die schon acht Jahre zusammen sind, haben einander sehr gut erkannt, alle Mängel akzeptiert und haben gelernt, einander zu schätzen, zu vergeben und selbstlose Liebe und Fürsorge zu schenken. In acht Jahren nach der Hochzeit haben die Partner endgültig die ganze Routine des Familienlebens erlebt. Allerdings sind alltägliche Probleme, die dem Paar zu Beginn viel Kummer bereitet haben, endlich in den Hintergrund getreten. Die Zahl Acht ist nicht umsonst ein Symbol der Unendlichkeit – wenn die Partner gemeinsam die acht Ehejahre überwunden haben, öffnet sich ihnen ein langer glücklicher Weg voller Segen, Liebe und Freude.

Symbolik

Der 8. Hochzeitstag heißt Blecherne Hochzeit beziehungsweise Bronzene Hochzeit. Blech und Bronze sind feuerbeständige, langlebige und feste Metalle. Heute gilt Blech als ein unansehnliches Material, aber unsere Vorfahren haben es sehr für seine Eigenschaften geschätzt. Blech war im Alltag weit verbreitet. Die meisten Werkzeuge, Geschirr und andere Gegenstände im Haushalt wurden aus Blech hergestellt, da dieses Metall keiner Korrosion unterlag. Das Blech ist somit ein wirklich passendes Sinnbild für die acht Jahre alte Ehe: Die Beziehungen wurden mit der Zeit geprüft und die Ehe ist nun kräftig und unterliegt keiner Verwitterung mehr. Es wird auch angenommen, dass die Beziehung nach acht Jahren erneuert wird und das glänzende Blech in diesem Fall ein Symbol der Renovierung ist. Das hochpolierte Metall spiegelt nicht nur die Vergangenheit, sondern gibt auch einen Blick in die Zukunft.

Regional wird der achte Jahrestag als Salzhochzeit und Nickelhochzeit bezeichnet. In Frankreich und Skandinavien hat dieser Jahrestag einen viel romantischeren Namen – die Klatschmohnhochzeit. Diese alte Blume kann dem Guten und dem Bösen dienen. In den Händen des griechischen Gottes des Schlafes konnte der Mohn zu einer tödlichen Waffe werden, aber in den Händen der Göttinnen Demeter und Persephone repräsentiert er die Fruchtbarkeit. Der Gott Morpheus schenkte den Menschen freudige Träume durch die Berührung mit dieser Blume. Die Sumerer haben Mohn für Glück angepflanzt, die Römer betrachteten ihn als Symbol der Schönheit, in China war er ein Zeichen des Friedens und der Fruchtbarkeit und in vielen anderen Ländern wurde Mohn als die Blume der Engel wahrgenommen. Aber in Einem waren sich alle Kulturen einig: Der Klatschmohn schenkte Erfolg allen, die die Macht der Liebe und Ausdauer zeigten. Eine Klatschmohnhochzeit bedeutet auch, dass die Partner nach acht Jahren helle und leidenschaftliche Beziehungen bewahrt haben.

Geschenke & Feierlichkeiten

Als Geschenk zur Blechhochzeit eignen sich alle Gegenstände aus Blech: Geschirr, Haushaltsgeräte, Gartenwerkzeug. Auch Sachen aus dem Ersatz-Material Bronze können verschenkt werden. Unabhängig davon, ob man etwas Praktisches oder Dekoratives wählt, sollte das Geschenk unbedingt glänzen. Es gibt einen Lifehack: Man kann beliebige Geschenke (Geld, Tickets, Gutscheine etc.) der Blech- oder Bronzehochzeit angemessen machen, indem man sie in Blechdosen oder glänzende Folie verpackt und mit einer Mohnblume dekoriert. Tee oder Süßigkeiten in Blechdosen sind somit ebenfalls geeignet. Man kann das Ehepaar auch mit Humor gratulieren, zum Beispiel mit einer „Torte“ als Bierdosen oder Dosensuppe. Hier kann man wirklich kreativ sein!

Das Hochzeitsgeschenk kann auch mit dem Symbol der Erneuerung verbunden sein. So kann das Paar die Möbel erneuern oder sogar eine Renovierung beginnen.

Den achten Hochzeitstag feiert man mit Gästen. Traditionell dürfen aber nur Angehörige der Ehegatten kommen und zwar nur verheiratete Paare. Aber auch hier gibt es einen Trick: Nicht verheiratete Paare dürfen kommen, wenn sie symbolische „Hochzeitsbekleidung“ und Ringe aus Blech tragen. Das Verkleiden verspricht den Gästen Glück in der Liebe und ist zudem ein großer Spaß.

8 Hochzeitstag – die Blechhochzeit, die Bronzehochzeit

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